Waffenruhe in Nahost: Zündet der DAX heute die nächste Kursrakete?
Nach den martialischen Drohungen der vergangenen Tage keimt plötzlich ein massiver Hoffnungsschimmer auf: Eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten steht konkret im Raum, vorausgesetzt, der Iran gibt die strategisch vitale Straße von Hormus wieder für den Handel frei. Dieser geopolitische Paukenschlag könnte den DAX am heutigen Mittwoch regelrecht beflügeln. Bereits der gestrige Dienstag glich einer nervenaufreibenden Achterbahnfahrt. Zwar beendete der deutsche Leitindex den regulären Handel noch im Minus, nachdem ein hartnäckiger Widerstand am Vormittag abverkauft wurde. Doch als am frühen Abend die ersten Gerüchte über einen nahenden Waffenstillstand über die Ticker liefen, explodierte das Kaufinteresse im nachbörslichen Handel. Die Verluste wurden fast vollständig egalisiert. Bestätigt sich dieses Friedenssignal, dürfte der DAX heute mit einer gewaltigen Aufwärtslücke (Gap) eröffnen und das langersehnte Signal zum Aufbruch senden.
Auto-Sektor im Zwiespalt: Mercedes glänzt, Porsche im freien Fall
Auf dem Stuttgarter Automobil-Parkett spielten sich am Dienstag völlig gegensätzliche Dramen ab. Als strahlender Tagessieger ging die Mercedes-Benz Group hervor. Beflügelt von einem überraschend starken Absatzplus bei E-Autos – das Experten maßgeblich auf lukrative Förderprämien zurückführen – legte das Papier um 1,6 Prozent zu. Doch die Charttechnik mahnt zur Vorsicht: Die Aktie steckt weiterhin in einem intakten Abwärtstrend fest, mehr als eine technische Korrektur ist dieser Kursaufschlag bislang nicht. Ein regelrechtes Debakel erlebt hingegen die Porsche AG. Die extrem gebeutelte Aktie bildete mit einem erneuten Abschlag von 1,9 Prozent das traurige Schlusslicht im DAX. Das Papier findet einfach keinen rettenden Boden und rauscht ungebremst auf ein neues Jahrestief zu. Die bisherige Tiefstmarke von 30,95 Euro wackelt bedenklich, ein katastrophaler Absturz unter die psychologische Schwelle von 30 Euro könnte schon bald grausame Realität werden.
Makro-Gefahren lauern: Industrie-Flaute und das Damoklesschwert der Fed
Trotz der geopolitischen Entspannung lauern handfeste makroökonomische Gefahren. Zur Wochenmitte blicken Investoren gebannt auf die frischen Berichte zu den industriellen Auftragseingängen. Bestätigt sich hier die hartnäckige Wirtschaftsflaute, könnte das die frische Euphorie auf dem Parkett sofort wieder abwürgen. Noch brisanter wird es am Nachmittag, wenn sich in den USA wichtige Fed-Mitglieder zu Wort melden. Durch den kriegsbedingt stark gestiegenen Ölpreis wächst die Panik vor einer erneuten Inflationswelle. Sollten die Notenbanker in der Folge jegliche Zinsfantasien ersticken und stattdessen ein anhaltend hohes Zinsniveau signalisieren, wäre das absolutes Gift für das gerade erst aufkeimende, positive Momentum im DAX.
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