Eskalation am Wochenende: Zerschießt das Hormus-Drama die DAX-Rallye?
Ein fulminanter Endspurt bescherte den Bullen am vergangenen Freitag noch einen glorreichen Wochenschluss: Der deutsche Leitindex eroberte eindrucksvoll die psychologische Marke von 24.500 Punkten zurück. Die Märkte hatten die leise Hoffnung auf diplomatische Entspannung bereits aggressiv eingepreist, befeuert durch ein anvisiertes zweites Krisentreffen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan. Doch die erhoffte Normalisierung an der strategisch essenziellen Straße von Hormus ist am Wochenende krachend gescheitert. Das geopolitische Pulverfass ist erneut explodiert: Allem Anschein nach wurde am Sonntag ein iranischer Frachter von der US-Armee geentert. Teheran kündigt bereits unmissverständlich Vergeltung an, die Friedensgespräche stehen akut auf der Kippe. Die Finanzmärkte halten in Schockstarre den Atem an. Während der Ölpreis sofort wieder steil nach oben schoss und Gold paradoxerweise nachgab, muss sich der DAX am heutigen Montag aller Voraussicht nach auf ein brutales Abwärts-Gap (Kurslücke) zur Eröffnung einstellen.
Defensiv-Trio glänzt am Freitag: Beiersdorf kämpft um die Bodenbildung
Bevor die Nachrichtenlage eskalierte, überzeugten am Freitag vor allem die defensiven Einzelwerte. Als unangefochtener Tagessieger ging Beiersdorf mit einem herausragenden Plus von 3,1 Prozent vom Parkett. Dicht auf den Fersen folgten die Aktien der Merck KGaA mit einem starken Kursaufschlag von 2,9 Prozent, während der Konsumgüterkonzern Henkel das Siegertreppchen mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent komplettierte. Doch trotz des Tagessiegs mahnt bei Beiersdorf die Charttechnik weiterhin zu absoluter Vorsicht: Das Papier leidet noch immer spürbar unter dem massiven Abverkauf aus dem März und arbeitet derzeit mühsam an einer tragfähigen Bodenbildung. Von einem verlässlichen, neuen Aufwärtstrend zu sprechen, wäre zum aktuellen Zeitpunkt noch reines Wunschdenken der Käufer.
Wall-Street-Rekorde vs. deutsches Inflations-Gespenst am Montagmorgen
Für die neue Handelswoche blicken die Investoren nun hilfesuchend über den Atlantik. Die Wall Street präsentierte sich zuletzt in absoluter Rekordlaune – ein dringend benötigter Rückenwind, der den DAX vor einem kompletten Absturz bewahren könnte. Doch aus fundamentaler Sicht droht direkt am heutigen Montagmorgen um 08:00 Uhr MEZ der nächste Stresstest, wenn die frischen deutschen Inflationsdaten veröffentlicht werden. Schlagen die kriegsbedingt explodierten Energiepreise bereits schonungslos auf die Konsumenten durch? Sollte die Teuerungsrate drastisch steigen, wird das gefürchtete Zinsgespenst der EZB sofort wieder schonungslos über dem Frankfurter Parkett kreisen. Eine extrem hohe Nervosität ist dem DAX zum Wochenstart damit unweigerlich garantiert.
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