Zartes Pflänzchen Hoffnung: DAX erobert die magische 24.000er-Marke zurück
Verhaltener Optimismus prägt das aktuelle Bild auf dem Frankfurter Parkett. Die Investoren wagen sich wieder zaghaft aus der Deckung, auch wenn der ganz große, nachhaltige Befreiungsschlag bislang noch auf sich warten lässt. Mit einem erfreulichen Plus von 1,27 Prozent schloss der deutsche Leitindex am Dienstag bei 24.044,22 Punkten und hievte sich damit eindrucksvoll über die psychologisch immens wichtige 24.000er-Schwelle zurück. Für den heutigen Mittwoch lautet die absolute Pflichtaufgabe der Bullen: Dieses hart erkämpfte Niveau zwingend verteidigen! Gelingt es den Marktteilnehmern, den DAX oberhalb dieser Marke zu etablieren, wäre dies ein enorm starkes Signal für einen bullischen Endspurt in die zweite Wochenhälfte. Befeuert wird diese zarte Zuversicht von dringend benötigten geopolitischen Lichtblicken: Die Kriegsparteien USA und Iran kehren aller Voraussicht nach schon bald wieder an den Verhandlungstisch zurück, was die akute Gefahr einer weiteren Eskalation am Golf vorerst spürbar dämpft.
Symrise und Continental glänzen – Öl-Rutsch bremst Brenntag radikal aus
Auf der Ebene der Einzelaktien machten am Dienstag drei Werte den Tagessieg unter sich aus: Symrise glänzte mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent, dicht gefolgt von Continental (2,1 Prozent) und Qiagen (1,6 Prozent), die den Leitindex spürbar antrieben. Auf der Verliererseite fand sich hingegen die Brenntag-Aktie wieder. Das Papier musste einen schmerzhaften Kursverlust von 1,6 Prozent hinnehmen. Der entscheidende Auslöser: Der Preis für die Nordseesorte Brent ist wieder massiv unter die kritische Marke von 100 US-Dollar pro Barrel gerutscht, was das Marktumfeld für den Chemiedistributor prompt eintrübte und die Anleger zu sofortigen Gewinnmitnahmen zwang.
Tech-Beben durch ASML und Lagardes brandgefährliches Abendprogramm
Auch wenn der Nahost-Konflikt das große Bild weiterhin dominiert, rückt nun zwingend die Berichtssaison ins Rampenlicht. Die bange Frage lautet: Erlebt der Technologie-Sektor heute ein Beben oder den finalen Befreiungsschlag? Der niederländische Halbleiter-Gigant ASML öffnet am Mittwochvormittag seine Bücher. Die Strahlkraft dieses Zahlenwerks wird den heimischen Tech-Werten im DAX, allen voran Infineon und dem Schwergewicht SAP, massiv die Richtung diktieren. SAP selbst wird am kommenden Dienstag, den 23. April, nachziehen. Parallel stehen die Finanztitel unter Strom, wenn in den USA die Bank of America berichtet – ein direkter Taktgeber für die Deutsche Bank und Commerzbank. Höchste Vorsicht ist jedoch am Abend geboten: EZB-Präsidentin Christine Lagarde tritt ans Mikrofon. Sollte sie angesichts hartnäckiger Inflationsrisiken eine restriktivere Geldpolitik andeuten, könnte dieser hawkishe Dämpfer die gerade erst aufkeimende DAX-Rallye binnen Sekunden gnadenlos pulverisieren.
Bei den bereitgestellten Informationen handelt es sich nicht um Anlageanalysen. Das Material wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zur Förderung der Unabhängigkeit von Investment Research erstellt und ist daher als Marketingmitteilung zu betrachten.
Alle Informationen wurden von ActivTrades ("AT") erstellt. Die Informationen enthalten weder eine Aufzeichnung der Preise von AT noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in einem Finanzinstrument. Es wird keine Zusicherung oder Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben.
Das zur Verfügung gestellte Material bezieht sich nicht auf das spezifische Anlageziel und die finanzielle Situation der Person, die es erhält. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. AT bietet einen reinen Ausführungsdienst an. Folglich geschieht jede Person, die auf der Grundlage der bereitgestellten Informationen handelt, dies auf eigenes Risiko. Prognosen sind keine Garantien. Ein regulierter Status garantiert keine Sicherheit. Die Zinssätze können sich ändern. Politisches Risiko ist unvorhersehbar. Maßnahmen der Zentralbank können variieren. Die Werkzeuge der Plattformen garantieren keinen Erfolg.