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DAX scheitert wieder: US-Inflation bremst ASML-Euphorie aus

Frank Sohlleder
15. October 2026

Inflations-Schock bremst ASML-Euphorie: DAX scheitert erneut an der 100-Tage-Linie!

 

Der deutsche Leitindex bleibt im charttechnischen Niemandsland gefangen. Zwar startete der DAX dank starker Vorgaben aus der Halbleiterbranche hochdynamisch in den Mittwoch und durchbrach im Tageshoch mit über 25.430 Punkten kurzzeitig die hart umkämpfte 100-Tage-Linie. Doch die Euphorie verpuffte am Nachmittag abrupt: Die US-Verbraucherpreise fielen mit einem Anstieg auf 3,7 Prozent heißer aus als erwartet. Getrieben von kletternden Energiekosten entfachte der Preisbericht sofort neue Zinserhöhungsängste und drückte den DAX auf einen Schlusskurs von 25.298,61 Punkten (+0,15 Prozent) zurück. Damit prallt das Börsenbarometer abermals an dem massiven charttechnischen Deckel ab und verharrt in seiner engen Seitwärtsspanne oberhalb der 200-Tage-Linie.

 

Rüstung rotiert nach oben: Siemens Energy stürzt ab, Infineon trotzt dem Chip-Boom

 

Auf Unternehmensebene sorgte der europäische Chipausrüster ASML für ein technologisches Ausrufezeichen. Mit starken Prognosen und Kapazitätsengpässen bis ins Jahr 2030 untermauerte der Konzern das intakte KI-Narrativ. Während Aixtron davon spürbar profitierte, entzog sich Infineon dem positiven Sog paradoxerweise und verlor 1,2 Prozent. Den Tagessieg im Leitindex sicherte sich stattdessen der Rüstungskonzern Rheinmetall mit einem satten Aufschlag von 3,1 Prozent, stark flankiert von MTU und BASF. Auf der Verliererseite stürzte Siemens Energy um dramatische 5,8 Prozent ab. Auch die Lufthansa geriet im Zuge von aufkeimenden Übernahmespekulationen deutlich unter die Räder.

 

Tag der Wahrheit für Tech und Zinsen: TSMC und US-Daten-Flut im ultimativen Fokus!

 

Am morgigen Donnerstag steht den Finanzmärkten der nächste hochkarätige Stresstest bevor. Bereits vorbörslich liefert der taiwanesische Chip-Gigant TSMC den ultimativen globalen Gradmesser für die KI-Nachfrage – ein essenzieller Impuls für den gesamten Halbleitersektor. Am Nachmittag prasselt dann eine wahre Flut an US-Makrodaten auf das Parkett: Mit den Erzeugerpreisen, den Einzelhandelsumsätzen und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe folgt der nächste harte Realitätscheck für die amerikanische Zinslandschaft. Flankiert wird der Tag von der Munich Re, die bei den wichtigen Erneuerungsrunden in Baden-Baden die strategische Marschroute für die Rückversicherer vorgibt. Die alles entscheidende Kernfrage lautet: Bestätigt TSMC den globalen KI-Boom und liefert die Schubkraft für den ersehnten Ausbruch über die 100-Tage-Linie, oder manifestiert der US-Datenblock den hartnäckigen Zinsdruck, während der unberechenbare Ölpreis als permanenter Risikofaktor im Hintergrund schwelt?

 

 

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