Take Profit gehört zu den wichtigsten Werkzeugen im Trading, wenn es darum geht, Gewinne gezielt zu sichern, ohne jede Kursbewegung live verfolgen zu müssen. Eine Take Profit Order schließt eine Position automatisch, sobald ein vorher festgelegtes Kursziel erreicht ist.
Statt spontan zu entscheiden, wann ein Trade geschlossen wird, planen Trader ihren Ausstieg bereits vor dem Einstieg und reduzieren so emotionale Entscheidungen. Das hilft besonders Einsteigern, disziplinierter zu handeln und nicht aus Angst oder Gier zu früh oder zu spät zu schließen.
Wer versteht, wie eine Take Profit Order funktioniert, legt den Grundstein für professionelles Trade Management.
Was ist und wie funktioniert eine Take Profit Order?
Eine Take Profit Order ist eine Limit-Order, die eine offene Position automatisch schließt, sobald der Marktpreis ein vorher definiertes Gewinnziel erreicht. Sie wird in der Regel bereits beim Eröffnen des Trades platziert und ist damit ein fester Bestandteil des Trading-Plans.
Take Profit Beispiel
Ein Trader kauft eine Aktie bei 50 Euro und setzt seine Order für Take Profit bei 55 Euro. Steigt der Kurs auf 55 Euro, wird die Position automatisch geschlossen und der Gewinn realisiert, ohne dass der Trader den Markt aktiv beobachten muss.
Dieses einfache Prinzip macht Take Profit Orders besonders attraktiv für Trader, die nicht jede Minute vor dem Bildschirm sitzen können.
Take Profit Erklärung
Eine Take Profit Limit Order ist eine spezielle Form der Limit-Order, die auf Gewinnziele ausgerichtet ist. Die dem Take Profit innewohnende Bedeutung hängt eng mit dem Thema Emotionen zusammen: Wer seinen Ausstieg im Voraus plant, vermeidet impulsive Entscheidungen. Statt „gefühlt“ zu schließen, folgt man einer klaren Order-Logik.
Market Order vs Take Profit Order vs Limit Order

So setzen Sie Take Profit für verschiedene Trades richtig
Es gibt nicht „die eine“ richtige Take Profit Strategie. Vielmehr wählen Trader ihre individuellen Take Profit Levels je nach Markt, Zeitrahmen und persönlicher Herangehensweise. Einige der wichtigsten Methoden:
Take Profit anhand von Unterstützung und Widerstand setzen
Viele Trader orientieren sich bei der Take Profit Order an klaren Unterstützungs- und Widerstandszonen. Ein typisches Vorgehen: Man setzt den Take Profit knapp unter einem markanten Widerstand, an dem der Kurs in der Vergangenheit mehrfach abgeprallt ist.
Wer Take Profit richtig setzen möchte, sollte sich mit Chartanalyse und diesen Zonen vertraut machen.
Take Profit mit Volatilität und ATR berechnen
Viele Trader nutzen den Average True Range (ATR), um einzuschätzen, wie weit sich ein Kurs in einem bestimmten Zeitraum typischerweise bewegt. Ein unter dem Zeichen des ATR stehender Take Profit kann zum Beispiel das Zwei- oder Dreifache des ATR-Werts sein.
Stop Loss und Take Profit mit Chance-Risiko-Verhältnis planen
Auch mit dem Chance-Risiko-Verhältnis lassen sich Stop Loss und Take Profit richtig setzen: Wer zum Beispiel 1 Euro Risiko pro Trade eingeht, kann seinen Take Profit bei 2 Euro Gewinnziel setzen (CRV 2:1).
Wichtig ist, dass das Gewinnziel zur Strategie passt: Ein Scalper wird andere Take Profit Levels wählen als ein Swing-Trader.
Take Profit Rechner: Wann er sinnvoll ist
Ein Take Profit Rechner kann helfen, verschiedene Szenarien durchzuspielen und den Take Profit zu berechnen, ohne sich nur auf optische Chartmarken zu verlassen:
Wie verändert sich das Ergebnis, wenn der Take Profit näher oder weiter entfernt liegt?
Take Profit Trading Strategien für verschiedene Marktsituationen
Take Profit Trading ist mehr als nur „ein Kursziel setzen“. Trader nutzen unterschiedliche Strategien, um ihre Gewinne zu sichern und gleichzeitig flexibel zu bleiben.
Feste Kursziele (Fixed Targets)
Bei festen Kurszielen wird ein klarer Preis definiert, an dem die Take Profit Order ausgelöst wird. Besonders im Handel mit Aktien ist diese Take Profit Strategie besonders einfach und eignet sich gut für Einsteiger.
Teilverkäufe (Scaling Out)
Statt alles auf einmal zu schließen, können Trader ihre Position schrittweise reduzieren. Ein Teil wird beim ersten Take Profit geschlossen, ein weiterer Part bei einem zweiten Ziel. So kombiniert man Sicherheit mit der Chance, von größeren Bewegungen zu profitieren.
Trailing Take Profit, Trailing Stop sowie dynamische Ziele
Manche Trader passen ihre Take Profit Levels dynamisch an, zum Beispiel mit einem Trailing-Ansatz. Steigt der Kurs, wird die Absicherung automatisch nachgezogen. So können Gewinne gesichert werden, während der Trade weiter Luft nach oben hat.
So werden im Trading Stop Loss und Take Profit oft kombiniert: Der Stop Loss wird als Trailing Stop nachgezogen, während der Take Profit nach oben flexibel bleibt.
Take Profit an Marktbedingungen anpassen
In starken Trends kann es sinnvoll sein, Gewinne später mitzunehmen, während in Seitwärtsphasen eher konservative Ziele gewählt werden.
Take Profit Trading bedeutet also auch, die Marktsituation zu berücksichtigen und in einem aktiven Trade den Take Profit nicht starr, sondern kontextbezogen zu planen.
Wann Gewinne mitnehmen und wann Positionen weiterlaufen lassen?
Trader schließen nicht jede gewinnbringende Position sofort am ersten Ziel. Je nach Marktsituation und Strategie kann es sinnvoll sein, Gewinne früher mitzunehmen, Teilgewinne zu realisieren oder eine Position weiterlaufen zu lassen.
Typische Situationen, in denen Trader Gewinne mitnehmen:
· Die Volatilität steigt stark an und das Risiko eines Rücksetzers nimmt zu.
· Der Markt erreicht einen wichtigen Widerstand, an dem häufig Umkehrbewegungen auftreten.
· Das ursprüngliche Setup verliert an Stärke und der Kurs bewegt sich seitwärts.
Typische Situationen, in denen Trader Positionen weiterlaufen lassen:
· Ein klarer Trend setzt sich fort und zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung.
· Der Markt bricht dynamisch durch das erste Gewinnziel und zeigt Momentum.
· Die Analyse deutet darauf hin, dass ein größeres Kursziel erreichbar ist.
Manche Trader verschieben ihr Take Profit Limit nach oben, wenn der Markt stark trendet, statt sofort zu schließen.
Wichtiger als der „perfekte“ Ausstieg ist jedoch die Konsistenz: Wer seine Regeln für Stop Loss und Take Profit konsequent befolgt, handelt langfristig stabiler als jemand, der ständig spontan entscheidet oder jedem Kursausschlag hinterherläuft.
Take Profit FAQs für Trader
Was ist eine Take Profit Order?
Eine Take Profit Order ist eine Limit-Order, die eine Position automatisch schließt, sobald ein vorher festgelegtes Gewinnziel erreicht ist.
Wie setzt man Take Profit richtig?
Trader wählen Kursziele, die zur Strategie, zum Markt und zum eigenen Risiko passen – etwa anhand von Widerständen, Volatilität oder Chance-Risiko-Verhältnis.
Was ist der Unterschied zwischen Take Profit vs Stop Loss und Take Profit vs Limit Order?
Take Profit sichert Gewinne und Stop Loss begrenzt Verluste. Eine Limit Order legt fest, zu welchem Preis ein Einstieg oder Ausstieg erfolgen soll.
Wie kann man Take Profit berechnen?
Viele Trader nutzen für die Take Profit Berechnung den ATR, feste CRV-Ziele oder Tools wie einen Take Profit Rechner.
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