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Geldpolitischer Befreiungsschlag: DAX auf 25.716

Frank Sohlleder
18. September 2026

Geldpolitischer Befreiungsschlag: DAX stürmt dank Fed-Klarheit auf 25.716 Punkte!

Der deutsche Leitindex hat die geldpolitische Weichenstellung der US-Notenbank mit spürbarer Erleichterung aufgenommen. Mit einem kräftigen Plus von 0,7 Prozent schloss der DAX bei 25.716,71 Punkten, nachdem er bereits mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet war und diese im Tagesverlauf kontinuierlich ausbauen konnte. Nicht die erwartete Zinserhöhung an sich, sondern die zurückgewonnene geldpolitische Klarheit und die demonstrative Geschlossenheit innerhalb des US-Notenbankgreremiums nahmen spürbar Druck aus den Finanzmärkten. Flankiert wurde die positive Grundstimmung durch eine deutliche Entspannung am Energiemarkt: Die Teilreparatur einer saudi-arabischen Pipeline ließ die Ölpreise spürbar nachgeben, was den akuten Inflationsdruck milderte und dem Parkett zusätzlichen Rückenwind verlieh.

Sinkende Ölpreise und BoE-Impuls: Siemens Energy und Rheinmetall führen DAX-Rally an!

Parallel dazu richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Bank of England, die ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 3,75 Prozent beließ. Ein knappes intern gespaltenes Abstimmungsverhältnis signalisierte jedoch, dass auch die britischen Währungshüter in absehbarer Zeit auf einen restriktiveren Kurs einschwenken könnten. Auf Unternehmensebene dominierten Erholungswerte und Industriepapiere das Geschehen: Siemens Energy, Hochtief und der Rüstungskonzern Rheinmetall setzten sich an die Spitze der DAX-Gewinner. Dagegen bildeten Symrise, Infineon und Brenntag die Schlusslichter. Die Commerzbank-Aktie markierte im Tagesverlauf ein neues 15-Jahres-Hoch, gab Gewinne im Umfeld der anhaltenden Spekulationen über eine UniCredit-Übernahme jedoch wieder ab.

Finale der Zins-Trilogie: Nimmt der DAX nach dem Kurssprung Kurs auf das Wochenhoch?

Für den heutigen Freitag steht das Finale der weltweiten Notenbank-Trilogie auf dem Programm: Die Bank of Japan verkündet ihre Zinsentscheidung. Mögliche Überraschungen beim japanischen Votum könnten die globalen Währungs- und Kapitalflüsse bewegen, was direkte Auswirkungen auf die exportorientierten heimischen Titel hätte. Nach der starken Erholungsbewegung der letzten Tage lautet die Kernfrage für den Wochenabschluss: Kann der DAX seinen Schwung behaupten und die 25.700er-Marke nachhaltig festigen, oder schalten die Anleger nach der dicht gepackten Zentralbank-Woche vorerst in den Konsolidierungsmodus?

 

 

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