Atempause nach der Zoll-Wende: Bleibt der DAX auf Rekordkurs?
Nach dem fulminanten Befreiungsschlag am Mittwoch ließen es die Anleger am Frankfurter Parkett am Donnerstag etwas ruhiger angehen. Der DAX beendete den Handelstag mit einem soliden Plus von 1,2 Prozent bei 24.856,12 Punkten. Haupttreiber war die massive Eröffnungslücke (Gap-up), nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend die angedrohten Strafzölle gegen Europa vorerst vom Tisch genommen hatte. Doch trotz der Erleichterung bleibt eine gewisse Skepsis spürbar – eine Verschnaufpause, die Fragen aufwirft.
Der Grönland-Deal: Ein fragiles Fundament?
Obwohl Trump in Davos von einem „fantastischen Deal“ sprach, bleiben die Details der Einigung im Dunkeln. Während die Zolldrohungen abgewendet scheinen, mehren sich Berichte über neue Druckmittel aus Washington. In US-Regierungskreisen heißt es, dass man „harte Gegenmaßnahmen“ vorbereite, sollten europäische Länder im Zuge der geopolitischen Spannungen beginnen, in großem Stil US-Staatsanleihen zu veräußern. Das „Trump-Grollen“ im Hintergrund signalisiert: Der Grönland-Thriller ist zwar entschärft, aber noch lange nicht ausgestanden.
Hoffnungsschimmer im Osten: Friedensgespräche in Sicht?
Für positive Stimmung sorgten am Donnerstag zudem diplomatische Signale aus der Ukraine. Es verdichten sich die Hinweise, dass unter US-Vermittlung bereits in Kürze ein trilaterales Treffen zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA stattfinden könnte. Präsident Selenskyj sprach in Davos bereits von erzielten Einigungen bei Sicherheitsgarantien. Ein möglicher Durchbruch auf dem Weg zum Frieden wäre für die europäischen Märkte der ultimative Wachstumstreiber und könnte den DAX schnell wieder über die 25.000er-Marke hieven.
Showdown zum Wochenabschluss: PMI-Daten im Fokus
Der heutige Freitag wird fundamental noch einmal höchst brisant. Der DAX geht mit einer Ladung wichtiger Einkaufsmanagerindizes (PMI) ins Wochenende:
09:30 Uhr: Einkaufsmanagerindex für Deutschland.
10:00 Uhr: Daten für die gesamte Eurozone.
15:30 Uhr: US-Einkaufsmanagerindizes zur Wall-Street-Eröffnung.
Diese Frühindikatoren gelten als wichtigster Gradmesser für die wirtschaftliche Dynamik. Da der DAX traditionell eng an der US-Börse hängt, dürften vor allem die Nachmittagsdaten darüber entscheiden, ob wir die Woche mit einem freundlichen Akzent oder einem vorsichtigen Rückzug beenden. Anleger sollten besonders auf die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe achten – hier wird sich zeigen, ob die Industrie die jüngsten Schocks bereits verdaut hat.
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